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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Die gesellschaftliche Erneuerung in der 90er Jahren

Mgr. Soňa Nezhodová, Ph.D.
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


Bei den ersten demokratischen Wahlen 1990 siegten drei Grupierungen: das Bürgerform, die Tschechoslowakische Volkspartei und die Bewegung für eine sebstverwandeltende Demokratie – Gesellschaft für Mähren und Schlesien. Zum ersten Bürgemeister wurde Antonín Koutouček gewählt. Die neue Stadtversammlung war konfrontiert mit einer schwierigen Etappe der Transformation, in der zahlreiche neue Gesetze zu gelten begannen und auch im wirtschaftlichen Bereich viele grundlegende Reformen vorgennomen werden mussten.

Nach dem definitiven Zerfall des Bürgerforums enststnad auch in Auspitz die Bürgerdemokratische Partei (ODS; Juni 1991). Als weiteres neues Subjekt trat die Tschechische Sozialdemokratische Partei (ČSSD; Juni 1995) hervor. Die Christlich-demokratisme Union – Tchechoslovakischen Volkspartei knüpfte an die Tradition der ehemaligen Tschechoslowakischen Volkspartei an. Die örtliche Organisation der Kommunistischen Partei Böhmen und Mährens (KSČM) entstand im Januar 1992. Bei den zweiten Kommunalwahlen 1994 siegte die ODS und Bürgermeister wurde Rudolf Poslušný. Am Januar 1998 verselbständigte sich auf Grund eines Referendums erneut die Gemeinde Gurdau (Kurdějov). Bei den Kommunalwahlen von 1998 trug die Vereinigung von unabhängigen Kandidaten den Sieg davon und zum Bügermeister wurde Ing. Jiří Teplý gewählt. Auch 2002 siegte bei den Gemeindewahlen dieselbe Vereinigung und der Genannte wurde wiedergewählt. 2006 vereinigte am meisten Stimmen die ODS auf sich und zum neuen Bürgermeister der Stadt wurde Ing. Luboš Kuchynka.

Mit dem 1. Januar 2003 wurden die Bezirksämter aufgehoben und deren Kompetenzen gingen zum Teil auf die Kreisämter, bzw. einzelne Ministerien, zum Teil auf sog. betraute Gemeinden der III. Ebene über, zu denen fortan auch Auspitz gehörte. Die Stadt wurde so zur Mittelpunktkommune für ihr ganzes näheres Umland, was bestimmte Bereiche der öffentlichen Verwaltung betraf. Gemäß Gesetz Nr. 314/2002 Sb. wurde Auspitz zu einer sog. Gemeinde mit betrautem Bezirksamt (zuständig für insgesamt 20 Gemeinden) und zu einer sog. Gemeinde mit erweiterer Kompetent (zuständig für insgesamt 28 Gemeinden). Damit die Stadt ihren gewachsenen Verwaltungsaufgaben auch infrastruktuell genügen konnte, wurde die Rekonstruktion der früheren Post auf dem Dukla-Platz Nr. 22 begonnen.

Außer der Stadtverwaltung befanden sich in Auspitz noch andere Behörden der staatlichen Administration, so das Finazamt, das Katastralamt, das Arbeitsamt, die bezirkliche Veterinärverwaltung und die Gebietsabteilung der Polizei der Tschechischen Republik.

Die Restauration des Kapitalismus bewirkte einen radikalen Wandel im Wirtschaftleben des Staates. Dezentralisierungsprozesse im Industrie und Dienstleistungssektor, die Auflösung von landwirtschaftlichen Genossenschaften und vielen gesellschaftlichen Organisationen brachten eine massive Entlassungswelle mit sich. Besonders stürmisch waren die Veränderungen nach der sog. Samften Revolution im Bereich der Industrieproduktion. Hier wurden einige traditionelle Betriebe entweder aufgelöst (wie etwa die sog. Mostárna), bzw. sie durchliefen meist schwierige Transformationprozesse (wie Plynokov-Worthington, Plnírna-Flaga plyn, Lactiferm-Medipharm), oder es entstanden ganz neue Subjekte (z.B. Signum, Westfalia, Korfil…).

Die frühere JZD wurde in die Aktiengesellschaft ZVOS umgewandelt, deren Besitz 2009 in die Aktiengesellschaft Zemos Velké Němčice überführt wurde. Die Landwirtschaftliche Versorgungs- und Einkaufsbetrieb Lundenburg wurde in die Gesellschaft ZZN Pomoraví umgewandelt. Dagegen wurden landswirtschaftliche Betriebe wie die Maschinen- und Traktorstation, Agrostav und die Mandelbaum-Plantagen aufgelöst.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten fanden auch umfangreiche bauliche Veränderungen statt. Auf dem Katastralgebiet von Auspitz, dass ein Ausmaß von 2453 ha bezitz, wurde zwischen 1990 und 2009 eine Fläche von 36 ha, die bisher stillgelegt war, für Produktionszwecke und weitere 20 ha für Wohnbauzwecke freigegeben, d.h. insgesamt 2,3 %. Zwischen 1992 und 1994 wurden zwei Hochkapazitäts-Wassetürme gebaut, die das Trinkwasserproblem in der Stadt definitiv zu lösen vermochten. 1994 wurde eine Abwasserkläranlage in Betrieb genommen. Das neue Antlitz der Stadt rundete schließlich vor allem das Gebäude der Kirche des Heiligen Wenzels und der Heiligen Agnes von Böhmen ab, die 1994 eingeweiht wurde.

 





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