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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Konsolidierung in der Nachkriegszeit, erneute Einkehr der Totalität
und Stereotypen des Lebens in der Kommunistischen Tschechoslowakei

Mgr. Soňa Nezhodová, Ph.D.
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


Nach dem Krieg setzte die rasche baldige Erneurung der kommunalen Selbstverwaltung und der Bezirkbehörden ein. Bei den Wahlen von 1946 gewann die tschechische Nationalsozialistische Partei (auf Deutsch auch „Volkssozialisten“ genannt) am meisten Stimmen. Die Kommunistische Partei belegte den zweiten Platz, mit nur 15 Stimmen weniger. Die Februar-Ereignisse des Jahres 1948 zeichneten sich durch einen sehr schnellen Verlauf aus. Bereits am 24. Februar 1948 bildete sich ein Bezirks-Aktionsausschuss der Nationalen Front, zwei Tage später auch ein Stadt-Aktionsausschuss.

Es setzten politische Säuberungen ein, von denen die ganze Gessellschaft ergriffen wurde. 1949 wurde im Zuge der Aufhebung der Landesordnung der Auspitzer Bezirk auf 27 Gemeinden verkleinert und dem Brünner Kreis zugeschlagen.

1950 wurde eine sog. Landwirschaftliche Einheitgenossenschaft (JZD) gegründet und in den Folgejahren kam es zur Realisierung einer gewaltsamen Kollektivierung. 1959 verblieben nur noch fünf selbständig wirtschaftende Landwirte in Auspitz. In der 60er Jahren konsolidierte sich sodann die zuvor unstabile Lage der Genossenschaft allmählich und 1965 platzierte sich die JZD auf dem ersten Rang aller JZDs im Bezirk Lundenburg. 1975 wurden die JZDs von Auspitz, Groß Steurowitz (Starovice) und Auerschitz (Uherčice) zusammengelegt. Zu dieser Zeit war die Auspitzer Genossenschaft der größte Produzent von Fenchel in der ganzen Tschechoslowakei. Zu Ende der 70er Jahre wurde das Projekt „Laktiferm“ in Angriff genommen (in Zusammenarbeit mit der schwedischen Firma AB Medipharm), das die Herstellung von probiotischen Präparaten für Tiere zum Ziel hatte.

Abgehesen von der JZD etabliert sich in Auspitz eine Reihe von weiteren landwirtschaftlichen Betrieben: eine Maschienen und Traktorstation (seit 1948), eine Meliorationsgenossenschaft, eine Landwirtschafliche Bauvereinnigung, die Weinbetriebe mit der Betriebsstelle Auspitz und der Landwirtschaftliche Einkaufs- und Versorgungsbetrieb Lundenburg. 1949 wurden in Auspitz Mandelbaumplantagen angelegt, die allmählich die größte Fläche in Mitteleuropa erreichten (so z.B. gab es 1970 in Auspitz rund 14 000 Mandelbäume). Auf dem Gemeindekataster wurde auch eine Farm des Staatsgutes Groß Pawlowitz (Velké Pavlovice) gegründet.

Zum Übergang der 50er und 60er Jahre ereignete sich in Auspitz eine Art „Industrieller Revolution“, indem die Betriebe Drukov (später Jihokov, Plynokov) , Nová huť Klementa Gottwalda Ostrava-Kunčice (Stahlerzeugung), eine Fabrik zur Gaserzeugung (Propan-Butan) und die Werke zur Erzeugung von Maschinen für die Zwecke der Lebensmittel-Industrie Strojobal gegründet wurden.

Am 1. Juli 1960 wurde Auspitz in den Bezirk Lundenburg inkoporiert, was zum Niedergang der politischer Bedeutung der Stadt führte. Am 26. Februar 1961 kam es zu allem Unglück auch noch zum Einsturz des Turms der St. Wenzel-Pfarrkirche, wodurch auch das Kirchenschiff beschädigt wurde. Die Versuche um die Rettung der Kirche waren auf Grund des Widerstands von örtlichen und bezirklichen Funktionären der Kommunistischen Partei zum Scheitern verurteilt und so kam es im September 1963 zur vollkommenen Demolierung der Kirche.

Auch in Auspitz fand die Konzeption eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ ihren Widerhall. Nach einer kurzzeitigen Entspannung des politischen Lebens (Bestrebungen zur Erneuerung von politischen Parteien, Organisationen und Verbänden, personelle Veränderungen in der Stadtführung). Doch am 21. August 1968 begann die Invasion der Armeen des Warschauer Pakts und es setzte sehr schell die sog. Normalisierung ein. Politische Säuberungen verliefen am intesivsten im Bereich der kommunalen Selbstwaltung und im Schulwesen.

1972 feierte die Stadt stolz das 400. Jubiläum der Erhebung zur Stadt. Im Oktober 1976 wurde die Zusammenlung von Auspitz mit der Gemeide Gurdau (Kurdějov) vollzogen. Zu diesem Zeitpunkt lebten 3800 Einwohner in ihr. Damit hatte die Stadt wieder ihre Größe in der Vorkriegszeit erreicht, was zweifellos als Folge der erwähnten Industriealisierung gewertet werden kann. Mit der Einwohnerzahl stieg auch die Anzahl von neu gebauten Wohnungen. Zu Beginn der 70er Jahre gab es in Auspitz etwa 735 dauerhaft bewohnte Häuser.

Mit dem zunehmenden Bau von Wohnraum wurde aber ein seit langem bekanntes Problem von Auspitz zusehends ersichtlicher, nämlich der Mangel an Trinkwasser. Noch in den 80er Jahren war die Wasserversorgung unzulänglich und die Stadt verfügte nicht einmal über eine Abwasserkläranlage, so dass sie als der größte Wasserverrunreiniger im ganzen Bezirksgebiet galt. Aus diesem Grunde wurde Ende der 80er Jahre auf einen weiteren Ausbau Wohnanlagen verzichtet.

Die Ereignisse des 17. November 1989 fanden ihr Echo auch in Auspitz. Am 22. November ereignete sich in der Stadt die erste revolutionäre Demonstration. Am 15. Dezember wurde in Auspitz eine Repräsentation des Bürgerforums (Občanské fórum – OF) gewählt. Die politischen Turbulenzen des Jahres 1989 endeten in der Stadt am 22. Dezember mit einer Unterschriftssammelaktion für die Wahl von Václav Havel zum Präsidenten.

 





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