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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Die Jahre der Ersten Republik
(1918–1938)

Prof. PhDr. Miloš Trapl, CSc.
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


Nach Entstehung der Tschechoslowakei mussten auch in Südmähren Einheiten der Armee zur Unterbindung der deutschen Versuche um Eingliederung der Region an den neuen Staat Österreich eingesetzt werden. In Auspitz setzte ein merklicher Aufschwung des tschechischen nationalen und kulturellen Lebens ein. Bereits 1919 wurde die tschechische Allgemeine Schule verstaatlicht, zudem wurde ein tschechisches Realgymnasium eröffnet. Die Bestrebungen einiger tschechischer nationalistischer Repräsentanten um Schließung der deutschen Realschule, welche inzwischen nur noch von wenig Schülern besucht wurde, wurden erst gegen Ende der 30er Jahre von einem gewissen Erfolg gekrönt, doch die Schule bestand weiterhin bis zur deutschen Besatzung im Jahr 1938. Eine gewisse Beruhigung des Nationalitätenzwists setzte nach dem Besuch von Präsident T. G. Masaryk in Auspitz im Jahre 1924 ein. Die Stadtführung verblieb bis 1934 in deutschen Händen (im Bürgermeisteramt waren Gustav Gregor und Alexander Czižek). Erst in diesem Jahr wurde als erster tschechischer Bürgermeister der Stadt MUDr. František Hošek gewählt. Als zweiter tschechischer Bürgermeister wurde 1938 ein Professor des örtlichen Gymnasiums, Alois Kubáček, gewählt. Die Zahl der Tschechen und Deutschen in Auspitz hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt beinahe ausgeglichen.

Die Stadt blieb Sitz eines politischen und eines Gerichtbezirks. 1925 wurde der offizielle tschechische Name von Hustopeč auf Hustopeče geändert.

Im Wirtschaftleben der Stadt änderte sich während der Ersten Republik nur wenig, wobei die größte Bedeutung der Elektrifiezierung von 1922 zukam. Infolge der Wirtschaftskrise in den 30er Jahren kam es im Grunde zur Schließung der örtlichen Ziegeleien. Sehr bewegt war dagegen das gesellschaftliche und kulturelle Leben von Auspitz. In der Stadt spielten verschiedene Theater, es entstanden erste Kinos, auch der Sport entfaltete sich. Zu dieser Entwiclung trugen beide Nationalitätengruppen der Stadt bei.

Die Krise und Hitlers Wahlsieg in Deutschland führten allerdings zu einem deutlichen Anstieg des deutschen Nationalismus. Zur stärksten politischen Partei wurde auch in Auspitz Henleins Sudetendeutsche Partei, die in der zweiten Hälfte der 30er Jahre zum Instrument des nationalsozialistenschen Deutschlands für die Zerschlagung der Tschechoslowakei wurde.

 





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