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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Von den Reformen des Jahres 1848 bis zum Ende des 1. Weltkriegs

Prof. PhDr. Miloš Trapl, CSc.
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


Nach der Revolution von 1848 gelang es der Stadt Auspitz, sich von der obrigkeitlichen Verwaltung zu lösen und die Stadt wurde zum Zentrum eines politischen (Sitz einer Bezirkshauptmannschaft) und eines Gerichtsbezirks.

Zugleich wurde das stätische Magistrat aufgehoben und von einer Gemeindeversammlung (Ausschus) mit einem Bürgermeister an der Spitze abgelöst. Darüber hinaus entstand eine Reihe weiterer Ämter und Institutionen, die mit der Bezirkshauptmannschaft zusammen-hingen.

Auspitz durchlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Beginn des 20. Jahrhunderts eine Zeit der wirtschaftlichen Stagnation, in der sich in der Stadt nicht ein einziger bedeutender Industriebetrieb, sondern nur kleinere Ziegeleien und winzige Produktionsstätten zur Bearbeitung von Lakritze („Süßholzzucker“) befanden. Diese Situation war bedingt durch die schlechte Verkehrsanbindung der Stadt – die wichtige Eisenbahn strecke von Wien über Lundenburg (Břeclav) nach Brünn ging an der Stadt vorbei und erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Lokalbahn gebaut (Schakwitz–Auspitz) , die die Stadt an diese Trasse anband. Die Mehrheit der Einwohner lebte vom Gewerbe, Handel und besonders von der Landwirtschaft, in der deutlich der Wein und Obstbau dominierten. Der Stadtausbau ging nur schleppend voran, was auch durch die deutsche Leitung der Stadt bedingt war, die die Zuwanderung von tschechischer Landbevölkerung zu verhindern suchte.

In der Stadt befanden sich im 19. Jahrhundert nur deutschsprachige Schulen, von denen besonders die untere Realschule bedeutsam war, die bis 1866 von den Piaristen geleitet wurde. Nach Auflösung diese Ordens wurde zwar auch die Schule aufgehoben, doch bereits 1870 wurde sie als Untere Landsrealschule wieder eröffnet. Nebst der Realschule besaß ein solides Niveau auch die Deutsche Allgemeine Mädchenschule, die 1889 um eine Bürgerschule erweitert wurde. Die Schulen spielten ihre Rolle auch im Kulturleben der Stadt, der ferner von zahlreichen deutschen Vereinen bereichert wurde, die seit den 60er Jahren des 19. Jahrhundert gegründet worden waren. Zu den bedeutensten deutschen Persönlichkeiten der Stadt gehörten der langjährige Bürgermeister von Auspitz und Landtagsabgeordnete Eduard Schleimayer und der Direktor der Mädchenschule Josef Christen. Das Zentrum der deutschen gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten befand sich im Hotel Austria, das später in Deutches Haus umbenannt wurde.

Die Nationalitätenfrage spielte Ende des 19. und zu Beginn de 20. Jahrhunderts in der Stadt eine bedeutene Rolle. Die tschechischsprachige Minderheit der Stadt war lange nur wenig zahlreiche und unterlag den Germanisierungsbestrebungen des deutschen Rathauses und des deutschen Schulwesens. Erst in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand der erste tschechische Verein, und zwar auf Grund des Verdienstes des Buchhalters Filip Kuber. 1909 wurde die private tschechische Minderheitenschule ins Leben gerufen, die von tschechischen Verreinen unterhalten wurde. Um diese machte sich vor allem ein weiterer Repräsentant der tschechischen Minderheit verdient, nämlich der evangelische Pfarrer Vlastimil Svatopluk Juren. Die Gründung der tschechischen Schule rief eine große Welle des Protests unter den Auspitzer Deutschen hervor, deren antitschechischen gewalttätigen Ausschreitungen in die Stadt entstandte Gendarmerieeinheiten Einhalt gebieten mussten. Zum Mittelpunkt des tchechischen Verbandslebens (Nationale Einheit, Sokol und weitere) wurde das Nationale Haus (Národní dům).

 





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