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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Im Zeichen der Napoleonischen Kriege

Mgr. Miroslav Svoboda, Ph.D.
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


Zu Ende des 18. Jahrhunderts lebten in Auspitz 2330 Einwohner, die 520 Familien angehörten und 312 Häuser bewohnten. Der städtische Kataster umfasste 4395 Joch landwirtschaftlich genutzten Boden. Davon bestand die Mehrheit aus Feldern, sodann aus Weinbergen, Weideland, Teichen, Wiesen und schließlich auch Gärten. Die Stadt war immer noch von steinernen Stadtmauern eingeschlossen, die inzwischen aber gänzlich ihre Berechtigung verloren hatten. Deshalb wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein Teil der Mauern abgetragen. Die Dominante der Stadt war immer noch die Kirche, bei der die Trivialschule lag. Die zweite Bildungsanstalt war das Piaristengymnasium. Die Stadtverwaltung wurde seit 1786, als Auspitz sich zu den Städten mit ordenlichem Stadtamt (Magistrat) gesellte, von einem Stadtamt wahrgenommen, an dessen Spitze der Bürgermeister und vier Ratsherren standen. Von diesen war der erste gleichzeitig auch ein ausgebildeter Syndicus. 1793, nach dem Thronantritt von Franz II., erhielt Auspitz zum letzten Mal seine Privilegien bestätigt un der selbe Herrscher erteilte der Stadt 1798 das Recht auf Ausweitung des Viehmarktes nebst des Termins am Donnerstag auf weitere drei Tage in der Woche.

Der Beginn des 19. Jahrhunderts bedeute für Südmähren zwei Wellen einer französischen Invasion, und zwar 1805 und 1809. In beiden Fällen mussten die Einwohner in ihren Häusern fremde Soldaten beherbergen und Lebensmittel sowie weitere Güter an die großen Armeelager liefern. Während die Anwesenheit der Franzosen 1805 nur etwas mehr als einen Monat daurte (getrübt wurde sie aber von den klimatischen Verhältnissen und der Zahl der Soldatem), so besetzten die Franzosen die Region von Brünn im Jahre 1809 ganze vier Monate lang. Damals hielt sich hier aber nur ein Armeekorps auf und die Mehrheit der Soldaten war in Feldlagern untergebracht. In den Häusern der Einheimischen fanden nur Kranke und Verletzte Zuflucht, wovon einige auch starben. Die Kontakte der Auspitzer Bevölkerung mit den feindlichen Soldaten beschränkten sich offensichtlich auf das allernögtiste Maß, in einigen Fällen entwickelten sich allerdings auch gewisse Sympathien, dies besonders im Fall von Offizieren, welche gelegentlich als Taufpaten von neugeborenen Kindern auftraten. Nach einem unbestätigten Bericht soll 1805 und 1809 auch Kaiser Napoleon die Stadt aufgesucht haben, in Wirklichkeit handelt es sich aber nur um ein Gericht.

Infolge der unaufhörlichen Kriege und der notwendigen Armeeform wurde 1808 die Landwehr für nicht mobilisierte gesunde Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren gegründet. Die Landwehr-Abgehörigen aus Auspitz (15 Männer) gehörten zum 4. Bataillon des Brünner Kreises, das in Groß Seelowitz (Židlochovice) formiert wurde. Nach einem nicht ganz unbedeutenden Einsatz im Rahmen des Feldzugs von 1809 wurde die Landwehr im Herbst dieses Jahres wieder aufgelöst.

Nach Abzug der Soldaten im Herbst 1809 sollte Auspitz für lange Zeit keine weiteren Erfahrungen mit dem Krieg mehr machen. Von den anderswo immer wieder von neuem aufflammenden Kriegen war die Stadt lediglich durch die notwendige Einberufung von Soldaten und höhere Kontributszahlungen betroffen.

 





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