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HUSTOPEČE (AUSPITZ) - GESCHICHTE

Auspitz als Eingentum der Liechtensteiner.
Vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis zu den Josephinischen Reformen
(1598 –1790)

Mgr. Pavel Kocman
Übersetzung von Adrian von Arburg, Ph.D.


1598 ging die Stadt Auspitz in den Adelsbesitz über, als sie Kaiser Rudolf II. an Karl von Liechtenstein verkaufte. Im Besitz dieses Geschlechts verlieb die Stadt bis ins Jahr 1848. Sie wurde eingegliedert in die Herrschaft Eisgrub (Lednice). Durch Verträge aus den Jahren 1617 und 1638 legten die Liechtensteiner die Streitigkeiten mit den früheren klösterlichen Eigentümern bei. Von den städttischen Privilegien sind die bedeutendsten die Ordnungen aus den Jahren 1600 und 1671. Der Stadt stand ein Stadtrat vor. Bereits im 17. Jahrhundert gehörten dem Rat 12 Mitglieder an, ab der Mitte des 18. Jahrhunderts nur noch acht. Formelles Stadtoberhaupt war der Bürgermeister, den aber nach seiner Bedeutung allmählich der Primator oder Primas übertraf. Exekutivorgan des Rats in gerichtlichen, rechtlichen und Sicherheitsangelegenheiten war der Schultheiß, die Führung der Stadtkasse war dem Schatzmeister anvertraut, die Stadt und Schriftkanzlei führte der Stadtschreiber, der später Stadtsyndicus gennant wurde. In den Zeiträumen von 1671 bis 1673 und von 1725 bis 1728 kam es zu Konflikten zwischen dem Rat einschließlich der Gemeinde einerseits und dem Stadteigentümer. 1783 wurde Auspitz zu einer Schulz- und Munizipalstadt mit einem Magistrat. Bis 1830 verfügte die Stadt über das Recht zur Verhängung der Todesstrafe, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhuderts wurde die Blutgerichtsbarkeit stark eingeschränkt und die letzte Hinrichtung wurde 1774 vollstreckt.

Auspitz wurde direkt vom Ungarischen Aufstand des Stephan Bocskai (1605), den Überfällen von Gabriel Bethlen (1623), dem Schwedenfeldzug (1643–1645), dem „Tataren“ Einfall (1663), dem Kuruzen-Einfall (1705) und der preußischen Besatzung (1742) betroffen. Die Stadt litt auch unter Naturkatastrophen und Bränden (1663, 1684, 1701, 1722, 1751), Hochwasser, frostigen Wintern und Missernten.

Diese Beeinträchtigungen wirkten sich auch ungüstig auf die Entwiclung der Einwohnerzahl aus (bzw. auf die Anzahl der Häuser), die wir auf Grund von verschiedenen statistischen Quellen verfolgen können, so z. B. gemäß dem Verzeichnis der Steuerdeklarationen von 1623 (200 Häuser), der Haussteuer von 1667 (133 bewohnte und 99 leer stehende Häuser), der Lehenverzeichnisse (126 bewohte und 65 leer stehende Häuser, schätzungsweise 750 Einwohner), dem Theresianischen Kataster aus der Mitte des 18. Jahrhunderts (267 Häuser), der Volkzählung von 1754 (247 Häuser) und dem urbariellen Steuerverzeichnis von 1776 (283 Häuser, 2158 Einwohner). 1791 besaß Auspitz 2330 Einwohner. Spätestens seit Beginn des 18. Jahrhunderts war die Bevölkerung der Stadt überwiegend deutschsprachig.

In Auspitz bestanden zu dieser Zeit die Zünfte der Bäcker, Metzger, Schmiede, Schuster und Weinbauern, des Weiteren waren Vertreter von 40 anderen Handwerkberufen ansässig. Unter den herrschaftligen Einrichtungen gab es eine Munitionsfabrik, eine Schäferei und eine Schnapsbrennerei. Im Bereich des Handels besaßen die größte Bedeutung die Viehmärkte, die grössten in ganz Mähren, deren Signifikanz aber zu Ende des 18. Jahrhunderts abfiel. Bis 1749 war Auspitz Sitz eines Dreizigstamtes.

Bis in die 20er Jahre des 17. Jahrhunderts war die Stadt Auspitz protestantisch, 1628 jedoch wurde sie rekatholisiert. Bis 1621 wirkten in ihr protestantische Prediger, danach katholische Pfarrer. 1671 wurde die Auspitzer Pfarrei zur Dechanei erhoben. Die Gottesdienste wurden in der Pfarrkirche des Heiligen Wenzel, in der Heilig-Geist-Kapelle in der Vorstadt und später auch in der 1679 errichteten St. Rochus-Kapelle auf dem Kreuzberg abgehalten. Von den kirchlichen Orden unterhielten hier die Jesuiten eine Missionstätigkeit und Prozessionen wurden von den Kapuzienern aus Wischau (Vyškov) veranstaltet. Ab 1756 existierte in der Stadt ein Piaristeninternat. Wahrscheinlich schon vor 1624 wirkte vor Ort auch eine Brüderliche Einheit (Jednota bratrská), die Anwesenheit der Wiedertäufer ist dagegen zu dieser Zeit nicht mit vollkommener Gewissheit belegt. Seit Anbeginn des 17. Jahrhunderst ließen sich in Auspitz Juden nieder, die aber 1651 vertrieben wurden.

In Auspitz bestand eine von der Pfarrei geführte Trivialschule, doch der Aufschwung des Schulwesens setzte erst 1756 mit der Gründung eines Piaristengymnasiums ein. Unter den Kulturdenkmälern kommt der Stadtchronik, die in mehreren verschiedenen Exemplaren erhalten ist, ein besonderer Stellenwert zu. Bedeutende Söhne der Stadt sind der Mathematiker Thomas Sackl und die religiösen Schriftsteller Innocent Braunhofer, Wolfgang Troblitz und Richard Schaller.

 





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